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OEM key - erlaubt?
(zu alt für eine Antwort)
Tannimanni
2014-02-20 00:08:42 UTC
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zeigt eine mögl. OEM-Version von WINDOW 7 Ultimate, die ich via
EBAY ersteigern und dann installieren möchte, wird doch WINDOWS
XP ab Anfang April ´14 nicht mehr supported.

Lt. deutschem Recht ist nunmehr der Handel AUCH mit OEM-Software
erlaubt. Ergo doch auch mit WINDOWS-Versionen.

Der Anbieter mailte mir, daß sein Angebot jederzeit auf einen
passenden PC installiert werden könne und der Key von Microsoft
anerkannt werden würde.

Anrufe via Hotline bei Microsoft zeigte, daß die outgesourcte
Hilfe nicht Bescheid wußte von dieser Rechtslage in Deutschland,
daß OEM-Windows gehandelt und installiert werden darf; beide
Anrufe dort wurden in Rumänien bearbeitet, wie mir die
jeweiligen Microsoft-Beauftragten während der Telephonate
bestätigten.

Mails mit Screenshot (wie dem o.a.) kamen von Microsoft zurück
mit dem Hinweis, ich möge die Support-Telephonnummern anrufen.

Daher meine Frage an die Gruppe:

Wer kann mir eingehender sagen, ob nun OEM-Versionen von Windows
von Microsoft Deutschland sozusagen "freigeschaltet" werden,
sofern natürlich der Windows-Key in Ordnung geht? Und könnte mir
gfls. passende und ergänzende URLs hierzu nennen?

Denn ich kann mir nicht vorstellen, daß all die vielen
OEM-"Windowse" in Ebay völlig haltlose Angebote oder gar
Betrugssversuche wären.
Hans-Peter Diettrich
2014-02-20 02:43:12 UTC
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Raw Message
Post by Tannimanni
Lt. deutschem Recht ist nunmehr der Handel AUCH mit OEM-Software
erlaubt. Ergo doch auch mit WINDOWS-Versionen.
Nunmehr? Eher seit Jahrzehnten :-)
Post by Tannimanni
Wer kann mir eingehender sagen, ob nun OEM-Versionen von Windows
von Microsoft Deutschland sozusagen "freigeschaltet" werden,
sofern natürlich der Windows-Key in Ordnung geht? Und könnte mir
gfls. passende und ergänzende URLs hierzu nennen?
Das kann nur derjenige beantworten, der die Freischaltung (XP:
"Aktivierung") durchführt, also Microsoft.

Bei meinem letzten Versuch, eine XP VM via Internet zu aktivieren, bin
ich dieses Jahr schon gescheitert. Es könnte allerdings daran liegen,
daß der Key bereits vor Jahren in einer anderen VM benutzt wurde. Per
Telefon könnte die Aktivierung möglicherweise doch noch funktionieren,
da dabei keine Prüfung der Installation erfolgen kann, hab ich noch
nicht ausprobiert.
Post by Tannimanni
Denn ich kann mir nicht vorstellen, daß all die vielen
OEM-"Windowse" in Ebay völlig haltlose Angebote oder gar
Betrugssversuche wären.
Ich bin mir nicht sicher, wem die Verweigerung einer Aktivierung
zuzurechnen wäre, gefühlsmäßig eher dem Hersteller als dem Verkäufer,
und dem nicht als Fehler, sondern als spezifiziertes (also korrektes)
Verhalten der Software. Ich würde jedenfalls mit dem Verkäufer ein
entsprechendes Rückgaberecht vereinbaren, insbesondere bei ausländischen
Anbietern.

Interessant wäre da noch die Frage, ob die Verweigerung der Aktivierung
ein Fehler ist, der Selbsthilfe gem. §69d/e UrhG erlaubt.

DoDi
Marc Haber
2014-02-21 12:09:37 UTC
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Post by Tannimanni
Wer kann mir eingehender sagen, ob nun OEM-Versionen von Windows
von Microsoft Deutschland sozusagen "freigeschaltet" werden,
sofern natürlich der Windows-Key in Ordnung geht? Und könnte mir
gfls. passende und ergänzende URLs hierzu nennen?
Technisch war das bisher bei allen von mir gekauften
OEM-Windows-7-Lizenzen, dass sich das Windows 7 zunächst klag- und
registrierungslos installieren lässt, und dann nach ca einem Monat
(also nach Ablauf der vierzehntägigen Widerrufsfrist nach
Fernabsatzfoo) auf den schwarzen Bildschirm wechselt und behauptet
eine Raubkopie zu sein.

Aktivierung per Internet scheiterte bei mir immer, Aktivierung per
Telefon funktionierte bei mir immer.

Sollte das mal nicht funktionieren, ist die Widerrufsfrist weg; man
müsste also vermutlic über die Gewährleistungsschiene an den Händler
fahren. Bei vielen Onlinehandelsplattformen ist beim Auftreten des
Phänomens auch die Frist für die Abgabe einer Händlerbewertung
abgelaufen, so dass man als Käufer kaum ein Druckmittel mehr in der
Hand hat.

Microsoft wird die Sache vermulich aussitzen und auf seine fehlerhafte
Rechtsansicht bestehen.

Grüße
Marc
--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Hans-Peter Diettrich
2014-02-21 19:37:27 UTC
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Raw Message
Post by Marc Haber
Post by Tannimanni
Wer kann mir eingehender sagen, ob nun OEM-Versionen von Windows
von Microsoft Deutschland sozusagen "freigeschaltet" werden,
sofern natürlich der Windows-Key in Ordnung geht? Und könnte mir
gfls. passende und ergänzende URLs hierzu nennen?
Technisch war das bisher bei allen von mir gekauften
OEM-Windows-7-Lizenzen, dass sich das Windows 7 zunächst klag- und
registrierungslos installieren lässt, und dann nach ca einem Monat
(also nach Ablauf der vierzehntägigen Widerrufsfrist nach
Fernabsatzfoo) auf den schwarzen Bildschirm wechselt und behauptet
eine Raubkopie zu sein.
Passiert das auch nach vorheriger Aktivierung?
Post by Marc Haber
Aktivierung per Internet scheiterte bei mir immer, Aktivierung per
Telefon funktionierte bei mir immer.
Gut zu wissen :-)
Post by Marc Haber
Sollte das mal nicht funktionieren, ist die Widerrufsfrist weg; man
müsste also vermutlic über die Gewährleistungsschiene an den Händler
fahren. Bei vielen Onlinehandelsplattformen ist beim Auftreten des
Phänomens auch die Frist für die Abgabe einer Händlerbewertung
abgelaufen, so dass man als Käufer kaum ein Druckmittel mehr in der
Hand hat.
Microsoft wird die Sache vermulich aussitzen und auf seine fehlerhafte
Rechtsansicht bestehen.
Was sollte daran fehlerhaft sein?

DoDi
Marc Haber
2014-02-21 22:01:05 UTC
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Raw Message
Post by Hans-Peter Diettrich
Post by Marc Haber
Technisch war das bisher bei allen von mir gekauften
OEM-Windows-7-Lizenzen, dass sich das Windows 7 zunächst klag- und
registrierungslos installieren lässt, und dann nach ca einem Monat
(also nach Ablauf der vierzehntägigen Widerrufsfrist nach
Fernabsatzfoo) auf den schwarzen Bildschirm wechselt und behauptet
eine Raubkopie zu sein.
Passiert das auch nach vorheriger Aktivierung?
Man kann Windows aktivieren bevor es von sich aus auf die Idee kommt
dass es aktiviert werden will?
Post by Hans-Peter Diettrich
Post by Marc Haber
Microsoft wird die Sache vermulich aussitzen und auf seine fehlerhafte
Rechtsansicht bestehen.
Was sollte daran fehlerhaft sein?
Die Themen entkoppelter Verkauf von OEM-Software, Schützhüllenvertrag
etc sind durchaus umstritten.

Grüße
Marc
--
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Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834
Harald Hengel
2014-02-22 03:49:37 UTC
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Raw Message
Post by Marc Haber
Die Themen entkoppelter Verkauf von OEM-Software, Schützhüllenvertrag
etc sind durchaus umstritten.
In Deutschland keineswegs.

Grüße Harald
Hans-Peter Diettrich
2014-02-22 08:33:16 UTC
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Raw Message
Post by Marc Haber
Post by Hans-Peter Diettrich
Post by Marc Haber
Technisch war das bisher bei allen von mir gekauften
OEM-Windows-7-Lizenzen, dass sich das Windows 7 zunächst klag- und
registrierungslos installieren lässt, und dann nach ca einem Monat
(also nach Ablauf der vierzehntägigen Widerrufsfrist nach
Fernabsatzfoo) auf den schwarzen Bildschirm wechselt und behauptet
eine Raubkopie zu sein.
Passiert das auch nach vorheriger Aktivierung?
Man kann Windows aktivieren bevor es von sich aus auf die Idee kommt
dass es aktiviert werden will?
Natürlich geht das. Nach Ablauf der Kulanzfrist wird Windows massiv und
verlangt, daß die Aktivierung nachgeholt wird.
Post by Marc Haber
Post by Hans-Peter Diettrich
Post by Marc Haber
Microsoft wird die Sache vermulich aussitzen und auf seine fehlerhafte
Rechtsansicht bestehen.
Was sollte daran fehlerhaft sein?
Die Themen entkoppelter Verkauf von OEM-Software, Schützhüllenvertrag
etc sind durchaus umstritten.
AFAIK alles schon geklärt.

OEM-Software unterscheidet sich rechtlich nicht von anderer Software,
siehe hierzu §69c Nr. 3 UrhG.

Alle beim Kauf auf der Ware erkennbaren Erklärungen des Rechtsinhabers
werden Bestandteil des Kaufvertrags. Aufreißen ist dazu nicht einmal
erforderlich.

Beim EULA kommt es auf die Willenserklärung an, die der Käufer mit dem
Klick auf einen Button abzugeben bereit ist. Umstritten könnte
allenfalls sein, ob ein Udpate via Internet (d.h. ohne
Original-Datenträger, s.o.) die Anerkennung des Lizenzvertrags für eine
Weiterbenutzung voraussetzt. [IMO ja]


Der ganze Zirkus mit Registrierung/Aktivierung war doch nur notwendig,
weil sich viele Benutzer nicht an die Nutzungsbestimmungen gehalten
haben, und dann auch noch Raubkopien im großen Stil in Umlauf gebracht
wurden. Wenn Windows bei der Aktivierung tatsächlich "Raubkopie"
(sinngemäß) meldet, könntest Du tatsächlich einem Raubkopierer
aufgesessen sein. Mit der Aktivierung erhält der Rechtsinhaber immerhin
eine Rückmeldung, und kann z.B. eine mehrfache Installation unterbinden
(nicht freigeben). Solange dies nur zur Wahrung der Rechte des Urhebers
dient, ist das rechtlich völlig in Ordnung.

DoDi
Tom Schneider
2014-02-24 19:39:58 UTC
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Raw Message
Post by Hans-Peter Diettrich
AFAIK alles schon geklärt.
OEM-Software unterscheidet sich rechtlich nicht von anderer Software, siehe hierzu §69c
Nr. 3 UrhG.
Alle beim Kauf auf der Ware erkennbaren Erklärungen des Rechtsinhabers werden Bestandteil
des Kaufvertrags. Aufreißen ist dazu nicht einmal erforderlich.
Beim EULA kommt es auf die Willenserklärung an, die der Käufer mit dem Klick auf einen
Button abzugeben bereit ist. Umstritten könnte allenfalls sein, ob ein Udpate via Internet
(d.h. ohne Original-Datenträger, s.o.) die Anerkennung des Lizenzvertrags für eine
Weiterbenutzung voraussetzt. [IMO ja]
Ich meine Nein. Ich erinnere mich nicht mehr, ob es der EuGH im Falle der Volumenlizenzen
(die also wirklich lizensiert und nicht gekauft werden) ausgeschlossen hat oder ob es ein
anderes Urteil des BGH war: Der Hersteller kann auch nicht über Updates eine Änderung der
Rechte und Nutzungsbedingungen durchsetzen.
Post by Hans-Peter Diettrich
Der ganze Zirkus mit Registrierung/Aktivierung war doch nur notwendig, weil sich viele
Benutzer nicht an die Nutzungsbestimmungen gehalten haben, und dann auch noch Raubkopien
im großen Stil in Umlauf gebracht wurden. Wenn Windows bei der Aktivierung tatsächlich
"Raubkopie" (sinngemäß) meldet, könntest Du tatsächlich einem Raubkopierer aufgesessen
sein.
Nicht unbedingt. Du darfst Die HW unter dem Betriebssystem wechseln, so oft Du willst und
bei Windows ist öfter auch mal eine Neuinstallation fällig, die eine erneute Aktivierung
erfordert.
Post by Hans-Peter Diettrich
Mit der Aktivierung erhält der Rechtsinhaber immerhin eine Rückmeldung, und kann
z.B. eine mehrfache Installation unterbinden (nicht freigeben). Solange dies nur zur
Wahrung der Rechte des Urhebers dient, ist das rechtlich völlig in Ordnung.
Findest Du? MS will behauptet doch bekanntermaßen, die Bindung der Sowftware an die Hardware.
Martin Schoenbeck
2014-02-24 19:43:38 UTC
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Hallo Tom,
Post by Tom Schneider
Findest Du? MS will behauptet doch bekanntermaßen, die Bindung der Sowftware an die Hardware.
Schon lange nicht mehr.

Gruß Martin
--
Bitte nicht an der E-Mail-Adresse fummeln, die paßt so.
Hans-Peter Diettrich
2014-02-25 04:06:30 UTC
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Raw Message
Post by Tom Schneider
Post by Hans-Peter Diettrich
Beim EULA kommt es auf die Willenserklärung an, die der Käufer mit dem Klick auf einen
Button abzugeben bereit ist. Umstritten könnte allenfalls sein, ob ein
Udpate via Internet
(d.h. ohne Original-Datenträger, s.o.) die Anerkennung des
Lizenzvertrags für eine
Weiterbenutzung voraussetzt. [IMO ja]
Ich meine Nein. Ich erinnere mich nicht mehr, ob es der EuGH im Falle
der Volumenlizenzen (die also wirklich lizensiert und nicht gekauft
Der Hersteller kann auch nicht über Updates eine Änderung der Rechte und
Nutzungsbedingungen durchsetzen.
Unterscheiden wir mal zwei Fälle:

1. Erwerb der Software per Lizenzvertrag. Da schließe ich mich Deiner
Meinung an.

2. Nutzung von Software kraft §69d UrhG, d.h. ohne Anerkenntnis der
EULA. Dann entspricht die upgedatete Software nicht mehr der auf dem
Original-Datenträger, darf IMO also nicht mehr so genutzt werden.
Post by Tom Schneider
Post by Hans-Peter Diettrich
Der ganze Zirkus mit Registrierung/Aktivierung war doch nur notwendig, weil sich viele
Benutzer nicht an die Nutzungsbestimmungen gehalten haben, und dann auch noch Raubkopien
im großen Stil in Umlauf gebracht wurden. Wenn Windows bei der Aktivierung tatsächlich
"Raubkopie" (sinngemäß) meldet, könntest Du tatsächlich einem
Raubkopierer aufgesessen
sein.
Nicht unbedingt.
Da fehlt mir jetzt der genaue Bezug.
Post by Tom Schneider
Du darfst Die HW unter dem Betriebssystem wechseln, so
oft Du willst und bei Windows ist öfter auch mal eine Neuinstallation
fällig, die eine erneute Aktivierung erfordert.
Juristisch spricht nichts gegen neue Hardware, technisch ist das nicht
unbedingt so. Es kommt stark darauf an, ob die neue Hardware von alter
Software tatsächlich noch unterstützt wird, und welche Zusagen der
Hersteller (soft und hard) dazu vorliegen. Wenn beide z.B. keine Treiber
für die neue Hardware anbieten, wird es eng mit juristischen Argumenten.
Wenn der Hersteller meint, daß die Unterstützung neuer Hardware durch
die Software nicht mehr gewährleistet werden kann (siehe
Kompatibilitätsliste), dann bewegt sich der Benutzer IMO außerhalb der
Spezifikationen der Software; ob die dann tatsächlich abstürzt, oder
vorsorglich verhindert, daß so etwas passiert, dürfte dann IMO im
Ermessen des Herstellers liegen.

Z.B. ist es kein Mangel an der Software, wenn sich eine alte
Installations-CD auf einem neuen Rechner (mit UEFI) nicht mal mehr
booten läßt.
Post by Tom Schneider
Post by Hans-Peter Diettrich
Mit der Aktivierung erhält der Rechtsinhaber immerhin eine
Rückmeldung, und kann
z.B. eine mehrfache Installation unterbinden (nicht freigeben). Solange dies nur zur
Wahrung der Rechte des Urhebers dient, ist das rechtlich völlig in Ordnung.
Findest Du? MS will behauptet doch bekanntermaßen, die Bindung der
Sowftware an die Hardware.
Das kann ich nicht nachvollziehen. Ein Preisvorteil beim Erwerb von
OEM-Software, zusammen mit einem Rechner, rechtfertigt durchaus
Einschränkungen in der Benutzung dieser Software. Dabei ist nicht einmal
gewährleistet, daß sich die Setup-Dateien überhaupt auf eine andere
Hardware transferieren lassen. Wer damit Probleme hat, kann ja die
Original-Software erwerben.

DoDi
Tom Schneider
2014-02-25 19:11:16 UTC
Permalink
Raw Message
Du darfst Die HW unter dem Betriebssystem wechseln, so oft Du willst und bei Windows ist
öfter auch mal eine Neuinstallation fällig, die eine erneute Aktivierung erfordert.
Juristisch spricht nichts gegen neue Hardware, technisch ist das nicht unbedingt so. Es
kommt stark darauf an, ob die neue Hardware von alter Software tatsächlich noch
unterstützt wird, und welche Zusagen der Hersteller (soft und hard) dazu vorliegen.
Es hat niemand verlangt, dass es ein Produkt mit höherer Kompatibiliät gibt. Aber eine
zeitlang habe ich von Firmen gehört, die viele Mitarbeiter im Außendienst hatten und
diesen einen wechselnden Büroarbeitsplatz anboten. Wenn die Mitarbeiter Innendienst
machten, nahmen sie ihre Festplatte aus dem Schran, steckten sie in einen freien Rechner
an einem freien Platz und los ging's.
Z.B. ist es kein Mangel an der Software, wenn sich eine alte Installations-CD auf einem
neuen Rechner (mit UEFI) nicht mal mehr booten läßt.
Ist unbestritten.
Findest Du? MS will behauptet doch bekanntermaßen, die Bindung der Sowftware an die
Hardware.
Das kann ich nicht nachvollziehen. Ein Preisvorteil beim Erwerb von OEM-Software, zusammen
mit einem Rechner, rechtfertigt durchaus Einschränkungen in der Benutzung dieser Software.
Dabei ist nicht einmal gewährleistet, daß sich die Setup-Dateien überhaupt auf eine andere
Hardware transferieren lassen. Wer damit Probleme hat, kann ja die Original-Software
erwerben.
Ja, aber ein Kombi-System von Aldi wird von Aldi gekauft. Der Kunde kauft ohne
Einschränkungen, wenn dann ein Dritter (Microsoft) anderer Meinung ist, sehe ich das eher
als Sabotage/Besitzstörung oder was auch immer.

HW und SW sind eigene Produkte. Die Preisgestaltung ist dagegen unternehmerisches Risiko,
hier gilt außerdem der Erschöpfungsgrundsatz = Der SW-Hersteller hat es in Verkehr
gebracht, damit erschöpfen sich seine Rechte. Das war bsher die Standardargumentation der
Gerichte beim Verkauf von Gebrauchtsoftware.
Martin Bienwald
2014-02-26 13:14:30 UTC
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Raw Message
Post by Tom Schneider
Es hat niemand verlangt, dass es ein Produkt mit höherer Kompatibiliät gibt. Aber eine
zeitlang habe ich von Firmen gehört, die viele Mitarbeiter im Außendienst hatten und
diesen einen wechselnden Büroarbeitsplatz anboten. Wenn die Mitarbeiter Innendienst
machten, nahmen sie ihre Festplatte aus dem Schran, steckten sie in einen freien Rechner
an einem freien Platz und los ging's.
Das erscheint mir zumindest ungewöhnlich. Das übliche Verfahren dafür ist meines
Wissens, daß der Mitarbeiter seinen Laptop aus dem Schrank nimmt - oder mitbringt,
weil er ihn im Außendienst ebenso nutzt - und an einem freien Platz in die Docking-
station steckt.

... Martin
Dietz Proepper
2014-02-26 20:15:20 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Bienwald
Post by Tom Schneider
Es hat niemand verlangt, dass es ein Produkt mit höherer Kompatibiliät
gibt. Aber eine zeitlang habe ich von Firmen gehört, die viele Mitarbeiter
im Außendienst hatten und diesen einen wechselnden Büroarbeitsplatz
anboten. Wenn die Mitarbeiter Innendienst machten, nahmen sie ihre
Festplatte aus dem Schran, steckten sie in einen freien Rechner an einem
freien Platz und los ging's.
Das erscheint mir zumindest ungewöhnlich. Das übliche Verfahren dafür ist
meines Wissens, daß der Mitarbeiter seinen Laptop aus dem Schrank nimmt -
oder mitbringt, weil er ihn im Außendienst ebenso nutzt - und an einem
freien Platz in die Docking- station steckt.
Sagt Dir der Beancounter from hell irgendwas? ;-)
Laszlo Lebrun
2014-03-08 21:09:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Marc Haber
Sollte das mal nicht funktionieren, ist die Widerrufsfrist weg
sobald Windows installiert ist, gehe man auf die Eigenschaften des
Computers und startet die manuelle Aktivierung.
--
One computer and three operating systems, not the other way round.
One wife and many hotels, not the other way round ! ;-)
Tom Schneider
2014-02-24 19:45:42 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Tannimanni
Lt. deutschem Recht ist nunmehr der Handel AUCH mit OEM-Software
erlaubt. Ergo doch auch mit WINDOWS-Versionen.
Schon lange. Neuer ist dagegen der Handel auch mit Lizenzen, wenn beispielsweise ein
Unternehmen eine echte Lizenz gekauft hat (Vertrag mit Volumenlizenzen) und überzählige
Lizenzen veräußern möchte.
Post by Tannimanni
Der Anbieter mailte mir, daß sein Angebot jederzeit auf einen
passenden PC installiert werden könne und der Key von Microsoft
anerkannt werden würde.
Glauben kann man es, aber wie will der Kunde es prüfen?
Post by Tannimanni
Anrufe via Hotline bei Microsoft zeigte, daß die outgesourcte
Hilfe nicht Bescheid wußte
Microsoft behauptet die Bindung eines OEM-Windows an die Hardware. Das setzen sie bei den
meisten Usern durch. Es gab mal vor einiger Zeit einen Bericht in der c't: Wenn man Druck
macht, kommt der Benutzer zu seinem Recht, Michrosoft möchte in jedem Falle einen Prozess,
der in einem Urteil endet, vermeiden.
Post by Tannimanni
Wer kann mir eingehender sagen, ob nun OEM-Versionen von Windows
von Microsoft Deutschland sozusagen "freigeschaltet" werden,
sofern natürlich der Windows-Key in Ordnung geht?
Sie müssen. Genau genommen ist Microsoft in dem Falle ein Dritter, der die Benutzung der
von Dir gekauften Software stört.
Post by Tannimanni
Denn ich kann mir nicht vorstellen, daß all die vielen
OEM-"Windowse" in Ebay völlig haltlose Angebote oder gar
Betrugssversuche wären.
Nein, da ist sicher viel dabei, was aus Firmeninsolvenzen kommt oder als überzählige
Lizenz aus einem Volumenpaket kommt oder von Hardwareverkäufern als überzählige OEM-Lizenz
in den Markt gebracht wird.
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