Discussion:
Domain - Marke - Buchtitel
(zu alt für eine Antwort)
Wolfgang Krietsch
2012-04-13 22:50:05 UTC
Permalink
Hi!

Eine Freundin hat ca. im November eine Domain reserviert, angefangen,
den Webauftritt zu füllen, von einer Grafikerin ein Logo entwerfen
lassen. Noch ist die Website nicht öffentlich zugänglich und es ist auch
noch keine Marke angemeldet (was sie prinzipiell vorhat).

Nun ist ärgerlicherweise gerade vor ein paar Tagen ein Buch erschienen,
dass sich inhaltlich mit ähnlichen Themen wie die Website befasst und
exakt den gleichen Titel wie der Domainname trägt.

Frage nun: kann das Ärger geben, wenn sie unter dem gleichen Namen wie
der Buchtitel damit ihre Website "eröffnet" bzw. sie diesen Namen als
Wort- oder mit Logo als Wort-Bild-Marke schützen lassen will? Oder ist
ein Buchtitel völlig unabhängig von sonstigen Markeneinträgen?

Nützt es ihr im Streitfall irgendwas, dass sie ja nachweislich die
Domain schon vor einigen Monaten angemeldet hat?

Wenn man diese Problem ausräumen kann: was wäre, wenn die unter dem
gleichen Namen auch eine Zeitschrift herausgeben wollte (wenn auch
vorerst nur als Online-Magazin im PDF-Format) - wäre da das Problem noch
größer, weil es sich auch um ein Print-Medium handelt?

Es wäre schön, wenn da jemand Licht ins Dunkel bringen könnte.

Gruß

Wolfgang
Wolf Stringhammer
2012-04-14 12:20:57 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Krietsch
Nun ist ärgerlicherweise gerade vor ein paar Tagen ein Buch erschienen,
dass sich inhaltlich mit ähnlichen Themen wie die Website befasst und
exakt den gleichen Titel wie der Domainname trägt.
Frage nun: kann das Ärger geben, wenn sie unter dem gleichen Namen wie der
Buchtitel damit ihre Website "eröffnet" bzw. sie diesen Namen als Wort-
oder mit Logo als Wort-Bild-Marke schützen lassen will?
Bei der Markenanmeldung dürfte zunächst nichts passieren, denn
Marken und Titel können in der Regel nebeneinander existieren.
Post by Wolfgang Krietsch
Oder ist ein Buchtitel völlig unabhängig von sonstigen Markeneinträgen?
Solange die Marke oder der Titel nicht besonders bekannt sind, ja.
Post by Wolfgang Krietsch
Nützt es ihr im Streitfall irgendwas, dass sie ja nachweislich die Domain
schon vor einigen Monaten angemeldet hat?
Natürlich nicht. Muss schon auch verwendet werden!

Zumindest wird man ihr nicht vorwerfen können, den Verlag oder Autor
durch Anmeldung der Marke wettbewerbswidrig behindert zu haben.
Post by Wolfgang Krietsch
Es wäre schön, wenn da jemand Licht ins Dunkel bringen könnte.
Es gibt Titelschutz und Markenschutz.

Mit beiden konkurriert die Domain. Je prägnanter und bekannter der
Titel, um so größer die Gefahr für Ärger. Die Bekannte könnte die
Domain dem Verlag oder Autor anbieten und gleichzeitig fragen, ob
gegen eine eigene Verwendung Bedenken bestehen.

W.
Tom Schneider
2012-04-14 13:18:29 UTC
Permalink
... Die Bekannte könnte die Domain dem Verlag oder Autor anbieten ...
Wenn ich mich recht erinnere, könnte genau das als Verstoß gegen die
Geschäftsbedingungen der DENIC aufgefasst werden, nämlich eine bestimmte
Form des Handels mit Domains.

Damit hätte die Gegenseite über die DENIC an die Domain zu kommen.

Aber das sollte ja alles bei der DENIC nachzulesen sein.
Wolf Stringhammer
2012-04-14 17:18:34 UTC
Permalink
Post by Tom Schneider
... Die Bekannte könnte die Domain dem Verlag oder Autor anbieten ...
Wenn ich mich recht erinnere, könnte genau das als Verstoß gegen die
Geschäftsbedingungen der DENIC aufgefasst werden, nämlich eine bestimmte
Form des Handels mit Domains.
Natürlich ist die Übertragung einer Domain an einen bestimmten Empfänger
möglich. Dem ganzen Domainen-Handel würde sonst der Boden entzogen!

W.
Wolfgang Krietsch
2012-04-14 17:47:59 UTC
Permalink
Post by Wolf Stringhammer
Natürlich nicht. Muss schon auch verwendet werden!
Hmm ... was heißt denn in dem Kontexkt "verwendet werden" genau? Wenn
auf der Seite selbst etwa schon von Beginn an steht "Wir brauchen noch
ein bisschen Zeit! Schau demnächst mal wieder vorbei." (oder so), und
andere Websites auch schon (vorsorglich) einen Link auf die neue Domain
gesetzt haben - gilt das als "verwendet"?

(Ich klammere mich hier gerade an einen Strohhalm. oder? ;)

Gruß

Wolfgang
Tom Schneider
2012-04-14 13:19:55 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Krietsch
Nützt es ihr im Streitfall irgendwas, dass sie ja nachweislich die Domain
schon vor einigen Monaten angemeldet hat?
Wieviel sind denn ein paar Monate? Wenn der Verlag Titelschutz beantragt
hat, wäre das vermutlich 6 Monate vorher.

Es könnte für die Frage nach einer Priorität wichtig werden.
Post by Wolfgang Krietsch
Wenn man diese Problem ausräumen kann: was wäre, wenn die unter dem gleichen
Namen auch eine Zeitschrift herausgeben wollte (wenn auch vorerst nur als
Online-Magazin im PDF-Format) - wäre da das Problem noch größer, weil es
sich auch um ein Print-Medium handelt?
Hier kommt ihr der Titelschutz in die Quere.
Bernd J. Kaup
2012-04-14 15:04:03 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Krietsch
Hi!
Eine Freundin hat ca. im November eine Domain reserviert, angefangen,
den Webauftritt zu füllen, von einer Grafikerin ein Logo entwerfen
lassen. Noch ist die Website nicht öffentlich zugänglich und es ist auch
noch keine Marke angemeldet (was sie prinzipiell vorhat).
Eine Marke meldet man an, bevor man investiert. Sonst riskiertman, dass
man das gute Geld z.B. für die Grafikerin in den Sand setzt.
Post by Wolfgang Krietsch
Nun ist ärgerlicherweise gerade vor ein paar Tagen ein Buch erschienen,
dass sich inhaltlich mit ähnlichen Themen wie die Website befasst und
exakt den gleichen Titel wie der Domainname trägt.
Das ist grundsätzlich egal, weil ein Buchtitel und eine Marke unabhängig
existieren können. Bei der Domain kommt es auf den Inhalt an.
Post by Wolfgang Krietsch
Frage nun: kann das Ärger geben, wenn sie unter dem gleichen Namen wie
der Buchtitel damit ihre Website "eröffnet" bzw. sie diesen Namen als
Wort- oder mit Logo als Wort-Bild-Marke schützen lassen will? Oder ist
ein Buchtitel völlig unabhängig von sonstigen Markeneinträgen?
Man kann eine Marke auch auf einen Buchtitel eines Dritten eintragen.
Allerdings nicht in der Presseklasse.
Post by Wolfgang Krietsch
Nützt es ihr im Streitfall irgendwas, dass sie ja nachweislich die
Domain schon vor einigen Monaten angemeldet hat?
ja
Post by Wolfgang Krietsch
Wenn man diese Problem ausräumen kann: was wäre, wenn die unter dem
gleichen Namen auch eine Zeitschrift herausgeben wollte (wenn auch
vorerst nur als Online-Magazin im PDF-Format) - wäre da das Problem noch
größer, weil es sich auch um ein Print-Medium handelt?
Eine Presseerzeuignis, sei es in Papierform oder auch in Onlineform
dürfte gegen das Recht am Titel des ersterschienenen Buches verstoßen.
Post by Wolfgang Krietsch
Es wäre schön, wenn da jemand Licht ins Dunkel bringen könnte.
wenn das Ziel der Tätigkeit unter der Domain eine Online-Publikation
sein sollte, wäre es tunlich eine andere Domain anzumelden. Sonst gibt
es Ärger.

mfg
bjk
Wolfgang Krietsch
2012-04-14 16:43:45 UTC
Permalink
Post by Bernd J. Kaup
Post by Wolfgang Krietsch
Hi!
Eine Freundin hat ca. im November eine Domain reserviert, angefangen,
den Webauftritt zu füllen, von einer Grafikerin ein Logo entwerfen
lassen. Noch ist die Website nicht öffentlich zugänglich und es ist auch
noch keine Marke angemeldet (was sie prinzipiell vorhat).
Eine Marke meldet man an, bevor man investiert. Sonst riskiertman, dass
man das gute Geld z.B. für die Grafikerin in den Sand setzt.
Ja, das denkt sie jetzt auch. Wobei: wenn man die Marke als
Wort-Bild-Marke mit Logo anmelden will, muss man natürlich der
Grafikerin erstmal Geld geben, damit man das Logo hat :/

Prekärerweise ist es im vorliegenden Fall vermutlich sogar so, dass die
Herausgeber des Buches überhaupt erst durch die Freundin die Idee zu dem
Titel hatten, da sie diesen Namen schon ca. Anfang des Jahres auf ein
paar Vorab-Flyern verwendet hat.

Naja, aber das ist vermutlich auch weder nützlich noch beweisbar :(


Danke - an alle - für die, wenn auch unerfreulichen, Antworten.

Gruß

Wolfgang
Wolfgang Krietsch
2012-04-14 16:52:43 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Krietsch
Danke - an alle - für die, wenn auch unerfreulichen, Antworten.
Ein Nachtrag: könnte es sein, dass der Buchherausgeber *keinen*
Titelschutz für sein Buch beantragt hat und somit schlechte Karten hat,
wenn meine Freundin jetzt schnell handelt?

www.titelschutzanzeiger.de findet zu dem Titel nämlich nichts ...

Gruß

Wolfgang
Bernd J. Kaup
2012-04-14 19:54:31 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Krietsch
Post by Wolfgang Krietsch
Danke - an alle - für die, wenn auch unerfreulichen, Antworten.
Ein Nachtrag: könnte es sein, dass der Buchherausgeber *keinen*
Titelschutz für sein Buch beantragt hat und somit schlechte Karten hat,
wenn meine Freundin jetzt schnell handelt?
www.titelschutzanzeiger.de findet zu dem Titel nämlich nichts ...
Gruß
Wolfgang
nachdem das Buch erschienen ist, hat das keine Bedeutung mehr. Nach der
Veröffentlichung steht der Titel einer im geschäftlichen Verkehr
verwendeten Bezeichnung gleich und wird wie eine Marke (natürlich nur
für "Bücher")behandelt.
mfg
bjk
Wolfgang Krietsch
2012-04-16 14:03:40 UTC
Permalink
Post by Bernd J. Kaup
nachdem das Buch erschienen ist, hat das keine Bedeutung mehr. Nach der
Veröffentlichung steht der Titel einer im geschäftlichen Verkehr
verwendeten Bezeichnung gleich und wird wie eine Marke (natürlich nur
für "Bücher")behandelt.
Ja, das hatte ich mir mittlerweile auch ergoogelt - danke.

$FREUNDIN hat sich jetzt schweren Herzens entschlossen, Namen und Logo neu
zu überlegen - dürfte letztlich die einfachste Möglichkeit sein.

Aber, nochmal nachgefragt: eine mit ihr befreundete Buchautorin meinte,
dass auch die eingetragene Marke sie nicht geschüzt hätte, wenn das Buch
vor "Veröffentlichung" der Website erschienen wäre. Ist das korrekt? Hätte
sie dann, um sicher zu gehen, für das geplante Online-Magazin
sicherheitshalber zusätzlich Titelschutz anmelden sollen?

Bye

woffi
--
9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen, ich bin irre.
Eine summt.
Bernd J. Kaup
2012-04-16 20:34:56 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Krietsch
Post by Bernd J. Kaup
nachdem das Buch erschienen ist, hat das keine Bedeutung mehr. Nach der
Veröffentlichung steht der Titel einer im geschäftlichen Verkehr
verwendeten Bezeichnung gleich und wird wie eine Marke (natürlich nur
für "Bücher")behandelt.
Ja, das hatte ich mir mittlerweile auch ergoogelt - danke.
$FREUNDIN hat sich jetzt schweren Herzens entschlossen, Namen und Logo neu
zu überlegen - dürfte letztlich die einfachste Möglichkeit sein.
Aber, nochmal nachgefragt: eine mit ihr befreundete Buchautorin meinte,
dass auch die eingetragene Marke sie nicht geschüzt hätte, wenn das Buch
vor "Veröffentlichung" der Website erschienen wäre. Ist das korrekt?
Nein, es geht um die Marke: wenn die vor Erscheinen des Buches
eingetragen ist, ist allenfalls ein Konflikt mit einem bereits vor
Eintragung der Marke eingetragenen Titelschutz möglich und nur
hinsichtlich des einem Presseerzeugnis gleichartigen Schutzbereiches.


Hätte
Post by Wolfgang Krietsch
sie dann, um sicher zu gehen, für das geplante Online-Magazin
sicherheitshalber zusätzlich Titelschutz anmelden sollen?
Die Marke muss sich auf den gesamten Geschäftsbereich erstrecken, also
auch auf ein "Online-Magazin". Wenn das versäumt wird, gilt die Marke
natürlich dafür nicht.

btw: Titelschutz wird am Häufigsten dann beansprucht, wenn das Thema "in
der Luft liegt". Meist ist das zugehörige Werk noch garnicht angefangen,
es soll seitens des Verlages oder des Filmproduzenten nur verhindert
werden, dass ein anderer Verlag/Filmproduzent den Titel "Mutter schmort
Kleinkind auf Sparflamme, BILD war dabei" klaut.

mfg
bjk
Hans-Peter Diettrich
2012-04-16 23:44:19 UTC
Permalink
Post by Bernd J. Kaup
btw: Titelschutz wird am Häufigsten dann beansprucht, wenn das Thema "in
der Luft liegt". Meist ist das zugehörige Werk noch garnicht angefangen,
es soll seitens des Verlages oder des Filmproduzenten nur verhindert
werden, dass ein anderer Verlag/Filmproduzent den Titel "Mutter schmort
Kleinkind auf Sparflamme, BILD war dabei" klaut.
Hier kann es nicht um *klauen* gehen, wenn der Titel (ohne Anmeldung)
noch garnicht öffentlich bekannt ist. Tatsächlich soll verhindert
werden, daß nachher *zufällig* mehrere Werke mit dem gleichen Titel
veröffentlicht werden.

Wobei der Titelschutz wohl auch nur für "große" Werke (Bücher,
Zeitschriften, Filme...) beansprucht werden dürfte, ein Werk
"Wettervorhersage" dürfte sich hingegen in fast jeder Zeitung finden lassen.

DoDi
Bernd J. Kaup
2012-04-16 22:59:25 UTC
Permalink
Post by Hans-Peter Diettrich
Post by Bernd J. Kaup
btw: Titelschutz wird am Häufigsten dann beansprucht, wenn das Thema
"in der Luft liegt". Meist ist das zugehörige Werk noch garnicht
angefangen, es soll seitens des Verlages oder des Filmproduzenten nur
verhindert werden, dass ein anderer Verlag/Filmproduzent den Titel
"Mutter schmort Kleinkind auf Sparflamme, BILD war dabei" klaut.
Hier kann es nicht um *klauen* gehen, wenn der Titel (ohne Anmeldung)
noch garnicht öffentlich bekannt ist.
wohl kaum: es geht um den griffigen Titel, wenn der von jemand anders
benutzt wird fühlt sich der gewiefte Produzent beklaut, also nimmt er
Titelschutz.


Tatsächlich soll verhindert
Post by Hans-Peter Diettrich
werden, daß nachher *zufällig* mehrere Werke mit dem gleichen Titel
veröffentlicht werden.
wohl kaum: es geht um die wirtschaftliche Verwertung, die nur unter
"dem" griffigen Titel möglich erscheint.
Post by Hans-Peter Diettrich
Wobei der Titelschutz wohl auch nur für "große" Werke (Bücher,
Zeitschriften, Filme...) beansprucht werden dürfte, ein Werk
"Wettervorhersage" dürfte sich hingegen in fast jeder Zeitung finden lassen.
der Titel "Wettervorhersage" dürfte mangels Unterscheidungskraft nicht
tunlich sein. "Die schönsten Versprecher des Wetterfrosches XYZ" dagegen
wären möglich.

Merke: es geht immer nur um Geld.
mfg
bjk
Hans-Peter Diettrich
2012-04-17 01:12:03 UTC
Permalink
Post by Bernd J. Kaup
Post by Hans-Peter Diettrich
Post by Bernd J. Kaup
btw: Titelschutz wird am Häufigsten dann beansprucht, wenn das Thema
"in der Luft liegt". Meist ist das zugehörige Werk noch garnicht
angefangen, es soll seitens des Verlages oder des Filmproduzenten nur
verhindert werden, dass ein anderer Verlag/Filmproduzent den Titel
"Mutter schmort Kleinkind auf Sparflamme, BILD war dabei" klaut.
Hier kann es nicht um *klauen* gehen, wenn der Titel (ohne Anmeldung)
noch garnicht öffentlich bekannt ist.
wohl kaum: es geht um den griffigen Titel, wenn der von jemand anders
benutzt wird fühlt sich der gewiefte Produzent beklaut, also nimmt er
Titelschutz.
Lies einfach nochmal...
Post by Bernd J. Kaup
Merke: es geht immer nur um Geld.
Ach so, Du argumentierst auf der gleichen Schiene, von der auch
"Raubkopierer" kommt, und der Zweck (Polemik) die Mittel
(Begriffsverdrehung) heiligt.

DoDi
Bernd J. Kaup
2012-04-17 09:43:27 UTC
Permalink
Post by Hans-Peter Diettrich
Post by Bernd J. Kaup
Post by Hans-Peter Diettrich
Post by Bernd J. Kaup
btw: Titelschutz wird am Häufigsten dann beansprucht, wenn das Thema
"in der Luft liegt". Meist ist das zugehörige Werk noch garnicht
angefangen, es soll seitens des Verlages oder des Filmproduzenten nur
verhindert werden, dass ein anderer Verlag/Filmproduzent den Titel
"Mutter schmort Kleinkind auf Sparflamme, BILD war dabei" klaut.
Hier kann es nicht um *klauen* gehen, wenn der Titel (ohne Anmeldung)
noch garnicht öffentlich bekannt ist.
wohl kaum: es geht um den griffigen Titel, wenn der von jemand anders
benutzt wird fühlt sich der gewiefte Produzent beklaut, also nimmt er
Titelschutz.
Lies einfach nochmal...
Nehmen wir doch mal ein einfaches Beispiel: wenn ein Yellow-Press Promi
zu ehelichen gedenkt, werden dutzende Interessenten Titel wie: "Die
Traumhochzeit des Jahres: xxx und yyy" reservieren lassen. Da ist dann
schon alles durchdekliniert, bevor die Verhandlungen über Exklusivrechte
auch nur angefangen haben. Einer kriegt dann die Rechte zur
Veröffentlichung und wird dann, wenn er selbst nicht schnell genug war,
demjenigen, der sich den schönsten Titel reserviert hat, ihn für teures
Geld "abkaufen".
Post by Hans-Peter Diettrich
Post by Bernd J. Kaup
Merke: es geht immer nur um Geld.
Ach so, Du argumentierst auf der gleichen Schiene, von der auch
"Raubkopierer" kommt, und der Zweck (Polemik) die Mittel
(Begriffsverdrehung) heiligt.
Das Urheberrecht ist nicht dazu da, dem Schöpfer heiligen Schutz zu
bieten, sondern es ermöglicht die ausschließliche wirtschaftliche
Verwertung des Werkes.Es werden jedes Jahr hundertausende Bücher
veröffentlicht, deren Startauflage mangels Interesse verramscht wird.
Ähnliches gilt für Filme und Musik. Was nicht verkauft wird, bringt
nichts ein. Also wird der Schöpfer auf seinem heiligen Urheberrecht
verhungern. Und der Verleger/Produzent Pleite gehen.

mfg
bjk

Ralf Döblitz
2012-04-14 19:00:06 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Krietsch
Post by Wolfgang Krietsch
Danke - an alle - für die, wenn auch unerfreulichen, Antworten.
Ein Nachtrag: könnte es sein, dass der Buchherausgeber *keinen*
Titelschutz für sein Buch beantragt hat und somit schlechte Karten hat,
wenn meine Freundin jetzt schnell handelt?
www.titelschutzanzeiger.de findet zu dem Titel nämlich nichts ...
Braucht man Titelschutz nicht nur, um ein Werk *vor* der Veröffentli-
chung zu schützen, eben um genau das zu vermeiden, was deiner Freundin
passiert ist?

Ralf
--
"de.alt.comp.kde Dumm und trotzdem UNIX verwenden? KDE ist die Loesung."
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