Discussion:
Original, Copyright, Trademark auf Verkaufsverpackung
(zu alt für eine Antwort)
Miguel Sanchez
2004-06-21 22:03:21 UTC
Permalink
Hallo miteinander,

ich habe ein Produkt welches ich unter meinem Firmennamen und meinem
Logo
vermarkten möchte hier in Deutschland. Da dies ein Importprodukt ist,
darf ich
das seitens des Herstellers auch, sowie auch meine eigene Bezeichnung
hierfür
verwenden. Da ich noch kein Markenschutz beantragt habe, frage ich mich
nun,
ob ich neben meinem Namen und meinem Logo ein (R) wie für Original
verwenden
darf auf meiner selbst gestalteten Verkaufsverpackung. Wie gesagt, vom
Hersteller
habe ich das OK. Was könnte ich auf die Verpackung drucken, um mich im
Voraus
schon etwas zu schützen (bevor ich den Markenschutz Bild- und
Namensschutz
beim Patentamt beantrage)? Kann ich mit Original werben, oder müsste ich
(C) oder (TM) aufdrucken?

Oder darf ich nix davon benutzen weil ich Probleme bekommen könnte?

Ich hoffe jemand kann mir hilfreiche Antworten diesbezüglich geben.

Bedanke mich schonmal recht herzlich im Voraus.

Mfg.
Miguel
Holger Pollmann
2004-06-21 22:21:08 UTC
Permalink
Post by Miguel Sanchez
Da ich noch kein Markenschutz beantragt habe, frage ich
mich nun,
ob ich neben meinem Namen und meinem Logo ein (R) wie für Original
verwenden
darf auf meiner selbst gestalteten Verkaufsverpackung.
Das (R) hat nichts mir "Original" zu tun, sondern steht im
amerkinaischen Rechtssystem für "Registered", nämlich Registered
Trademark, also registrierte Marke. Wenn du keine eingetragene Marke
hast, dann laß es weg.
Post by Miguel Sanchez
Was könnte ich auf die Verpackung drucken, um mich im Voraus schon
etwas zu schützen (bevor ich den Markenschutz Bild- und
Namensschutz beim Patentamt beantrage)? Kann ich mit Original
werben, oder müsste ich (C) oder (TM) aufdrucken?
(C) steht für Copyright, das haben wir hier nicht - wir haben
Urheberrecht, und das braucht man nicht zuz kennzeichnen, um es zu
haben (und Namen als solche sind ohnehin nicht vom Urheberrecht
geschützt).

Das "TM" steht im amerikanischen Rechtssystem für eine Common-Law-
Marke, also eine Marke, die ohne Eintragung in einem Bundesstaat durch
benutzung Schutz nach common law erlangt. So etwas in der Richtung gibt
es bei uns auch, aber dafür muß man kein "TM" dranschreiben (in Amerika
m.W. auch nicht).

Ergo: du kannst nichts dranschreiben,w as dir Rechte bringen würde, die
du sonst nicht hättest.
--
( ROT-13 if you want to email me directly: ***@ervzjrexre.qr )
"Sie tragen Trauer? Der Untergang der DDR?" - "Nein, Leni Riefenstahl.
Der Führer hat sie zu sich genommen." -- Abschiedsshow Scheibenwischer,
02.10.2003
Miguel Sanchez
2004-06-21 22:42:58 UTC
Permalink
Post by Holger Pollmann
Ergo: du kannst nichts dranschreiben,w as dir Rechte bringen würde, die
du sonst nicht hättest.
Hallo Holger und danke für die prompte Antwort,

wie gesagt: ich möchte den Markenschutz beantragen, allerdings möchte
ich aus
kostengründen jetzt schon diese Kennzeichnung irgendwie auf die
Verpackung
aufbringen. Ich frage mich daher, ob es Probleme geben könnte, da sie ja
NOCH NICHT geschützt ist, sondern erst in absehbarer Zeit beantragt
wird.

Sollte ich also eine Kennzeichnung wie (R) oder (TM) schon auf das
Verpackungslayout aufdrucken oder ist davon abzuraten?

Gruss,
Miguel.
Henning Schlottmann
2004-06-22 07:34:48 UTC
Permalink
Post by Miguel Sanchez
Sollte ich also eine Kennzeichnung wie (R) oder (TM) schon auf das
Verpackungslayout aufdrucken oder ist davon abzuraten?
Beide haben gar nichts mit deutschem Recht zu tun. Wenn du das Produkt,
die Dienstleistung nicht vor allem im angelsächsischen Raum vertreibst,
könnte man beide als irreführende Werbung ansehen. Und das würde dich
abmahnbar machen.

Nach deutschem Recht ergibt sich ein Markenschutz bereits aus der
Benutzung der Marke und ihrer Bekanntheit in den beteiligten
Verkehrskreisen. Die Markeneintragung ist nur deklaratorisch.

Wenn du mehr wissen willst, schau dich bitte auf der ausgezeichneten
Webseiten des Deutschen Patent- und Markenamtes unter http://www.dpma.de
um.

Ciao Henning
Gerlinde Seidel
2004-06-22 08:40:21 UTC
Permalink
Post by Henning Schlottmann
Post by Miguel Sanchez
Sollte ich also eine Kennzeichnung wie (R) oder (TM) schon auf das
Verpackungslayout aufdrucken oder ist davon abzuraten?
Beide haben gar nichts mit deutschem Recht zu tun. Wenn du das Produkt,
die Dienstleistung nicht vor allem im angelsächsischen Raum vertreibst,
könnte man beide als irreführende Werbung ansehen. Und das würde dich
abmahnbar machen.
Nach deutschem Recht ergibt sich ein Markenschutz bereits aus der
Benutzung der Marke und ihrer Bekanntheit in den beteiligten
Verkehrskreisen. Die Markeneintragung ist nur deklaratorisch.
nur bei Verkehrsgeltung. Und die nachzuweisen, ist aufwendig und teuer.
D.h., der Schutz durch Benutzung beginnt erst mit Verkehrsgeltung.
Einigermaßen verläßlicher Schutz bietet nur die Eintragung.

An den OP:
Die Benutzung vor der Eintragung ist weder problematisch noch ein
Hindernis.

Gruß,
Gerlinde
Ulrich Hoffmann
2004-06-22 08:46:49 UTC
Permalink
Post by Gerlinde Seidel
Die Benutzung vor der Eintragung ist weder problematisch noch ein
Hindernis.
Vor der Anmeldung aber insofern, als sie dann noch
geklaut werden könnte.


UH
Gerlinde Seidel
2004-06-22 09:16:43 UTC
Permalink
Post by Ulrich Hoffmann
Post by Gerlinde Seidel
Die Benutzung vor der Eintragung ist weder problematisch noch ein
Hindernis.
Vor der Anmeldung aber insofern, als sie dann noch
geklaut werden könnte.
stimmt, ich hätte "rechtlich" hinzufügen müssen.

Andererseits meine ich:
Eine Marke zu klauen, hat aber in der Regel nur Sinn, wenn sie
schon einen gewissen Wert auf dem Markt hat. Dann aber wiederum
hätte sie aber auch vermutlich schon Verkehrsgeltung. Und bis
dahin hat der OP seine Marke sicher schon angemeldet.

Und wenn die Marke selbst so ungewöhnlich ist, daß
sie allein durch ihre Gestaltung einen Wert hat, könnte sie u.U.
noch unter das Urheberrecht fallen und dadurch vor dem Klauen
geschützt sein.
Aber es stimmt, man sollte sich die Nutzung vor Anmeldung
gut überlegen, wenn die
Gefahr besteht, daß jemand sich das gewählte Zeichen bei
Kenntnis unter den Nagel reißen würde. Aber ich halte das
jetzt mal für eher selten, lasse mich da aber gerne
korrigieren.

Gruß,
Gerlinde
Ulrich Hoffmann
2004-06-22 09:37:46 UTC
Permalink
Post by Gerlinde Seidel
Aber es stimmt, man sollte sich die Nutzung vor Anmeldung
gut überlegen, wenn die
Gefahr besteht, daß jemand sich das gewählte Zeichen bei
Kenntnis unter den Nagel reißen würde. Aber ich halte das
jetzt mal für eher selten, lasse mich da aber gerne
korrigieren.
Wirklich klauen ist sicher nicht so häufig. Aber es könnte
Inhaber derselben oder einer ähnlichen (dann wohl: Wort-)
Marke veranlassen, den Schutzbereich auf Lücken abzu-
klopfen und ggf. rechtzeitig auszudehnen, so dass dann nichts
mehr geht.

Außerdem führt eine Anmeldung dazu, dass sich Inhaber
besserer Rechte rechtzeitig melden, so dass es noch "billig"
bleibt.

UH
Gerlinde Seidel
2004-06-22 09:42:36 UTC
Permalink
Post by Ulrich Hoffmann
Post by Gerlinde Seidel
Aber es stimmt, man sollte sich die Nutzung vor Anmeldung
gut überlegen, wenn die
Gefahr besteht, daß jemand sich das gewählte Zeichen bei
Kenntnis unter den Nagel reißen würde. Aber ich halte das
jetzt mal für eher selten, lasse mich da aber gerne
korrigieren.
Wirklich klauen ist sicher nicht so häufig. Aber es könnte
Inhaber derselben oder einer ähnlichen (dann wohl: Wort-)
Marke veranlassen, den Schutzbereich auf Lücken abzu-
klopfen und ggf. rechtzeitig auszudehnen, so dass dann nichts
mehr geht.
Außerdem führt eine Anmeldung dazu, dass sich Inhaber
besserer Rechte rechtzeitig melden, so dass es noch "billig"
bleibt.
das ist klingt überzeugend,
danke,
Gerlinde
Stefan Keller
2004-06-22 12:16:39 UTC
Permalink
Hi!
Post by Henning Schlottmann
Post by Miguel Sanchez
Sollte ich also eine Kennzeichnung wie (R) oder (TM) schon auf das
Verpackungslayout aufdrucken oder ist davon abzuraten?
Beide haben gar nichts mit deutschem Recht zu tun. Wenn du das Produkt,
die Dienstleistung nicht vor allem im angelsächsischen Raum vertreibst,
könnte man beide als irreführende Werbung ansehen.
Eine (Verbraucher-)Irreführung durch die Verwendung eines (R) für
ein benutztes Kennzeichen dürfte wohl ausscheiden, da ein
Durchschnittsverbraucher mit dieser Angabe keine Vorstellung ver-
bindet, die sich der werbende (R)-Verwender in wettbewerbsrelevanter Weise
dadurch zu Nutze machen könnte, daß er den Verbraucher in dessen
Erwartungshaltung (ent-)täuscht.

Denn der maßgebliche durchschnittlich informierte, aufmerksame und
verständige Verbraucher verbindet mit der Verwendung des Zeichens (R)
in Verbindung mit einem (Kenn-)Zeichen allerhöchstens die Vorstellung,
daß das Zeichen in irgendein Register eingetragen worden ist.

Vom Landgericht München war dem EuGH die Frage vorgelegt worden,
ob eine deutsche Vorschrift das Inverkehrbringen von mit einem (R) ge-
kennzeichneten Waren verbieten könne, wenn das mit einem (R) versehene
Markenzeichen nicht (in Deutschland) eingetragen sei:

"16 Hierzu ist vorgetragen worden, dass dieses Verbot gerechtfertigt sei,
weil die Verwendung des Symbols (R), das die Eintragung eines Warenzeichens
anzeigt, die Verbraucher irrefuehre, wenn das Warenzeichen nicht in dem
Land eingetragen sei, in dem die Waren in den Verkehr gebracht werden.

17 Diesem Vorbringen kann nicht gefolgt werden.

18 Zum einen ist naemlich nicht erwiesen, dass das Symbol (R) in der Praxis
allgemein in dem Sinne verwendet und verstanden wird, dass es angibt, dass
das Warenzeichen in dem Land eingetragen ist, in dem das Erzeugnis in den
Verkehr gebracht wird.

19 Zum anderen koennte, selbst wenn man unterstellt, dass die Verbraucher
oder ein Teil von ihnen in bezug auf diesen Umstand irregefuehrt werden
koennten, diese Gefahr ein so erhebliches Hindernis fuer den freien
Warenverkehr nicht rechtfertigen, da die Verbraucher sich mehr fuer die
Eigenschaften einer Ware als dafuer interessieren, wo das Warenzeichen
eingetragen ist."

Pall Corp. gegen P. J. Dahlhausen & Co
EuGH - C-238/89 - 13.12.90
http://oami.eu.int/de/mark/aspects/pdf/JJ890238.pdf

Um eine (R)-Verwendung wegen Irreführung zu untersagen, müßte
man nämlich von einer mit der Tatsache einer Registereintragung verbundenen
Erwartungshaltung eines Durchschnittsverbrauchers im Hinblick auf
Eigenschaften von Produkten ausgehen, deren Markenkennzeichen mit
einem - in Amerika als Hinweis auf ihre Registereintragung verwendeten
Zeichen - versehen sind.

Dann wäre aber jede Markenzeichen-Benutzung allein dadurch in
wettbewerbsrelavanter "irreführend", daß ein Markenzeichen-Benutzer
eine allein mit der Verwendung eines geschützten Markenzeichens verbundene,
beim Durchschnittsverbraucher zu vermutende Erwartung eines
Qualiätsversprechens dadurch ausnützen würde, daß er mit der Verwendung
einer Register-Marke in Wahrkeit keine Zusicherung irgendeiner
(Mindest-)Produktqualität machen, sondern sich dieses Zeichens "nur" zu
Zwecken der Unterscheidung seiner Waren von solchen anderer Unternehmen
bedienen will (d.h. nicht als "Qualitäts"-Marke).
--
Stefan
Henning Schlottmann
2004-06-22 13:26:38 UTC
Permalink
Post by Stefan Keller
Post by Henning Schlottmann
Beide haben gar nichts mit deutschem Recht zu tun. Wenn du das Produkt,
die Dienstleistung nicht vor allem im angelsächsischen Raum vertreibst,
könnte man beide als irreführende Werbung ansehen.
Eine (Verbraucher-)Irreführung durch die Verwendung eines (R) für
ein benutztes Kennzeichen dürfte wohl ausscheiden, da ein
Durchschnittsverbraucher mit dieser Angabe keine Vorstellung ver-
bindet, die sich der werbende (R)-Verwender in wettbewerbsrelevanter Weise
dadurch zu Nutze machen könnte, daß er den Verbraucher in dessen
Erwartungshaltung (ent-)täuscht.
Da bin ich mir nicht so sicher. Ein hinreichend hartnäckiger Anwalt der
Gegenseite könnte behaupten, dass die Verkehrsanschauung mit der
Verwendung eines (R) oder TM zumindest verbindet, dass das Produkt auf
dem US-Markt bereits eingeführt ist.
Post by Stefan Keller
Vom Landgericht München war dem EuGH die Frage vorgelegt worden,
ob eine deutsche Vorschrift das Inverkehrbringen von mit einem (R) ge-
kennzeichneten Waren verbieten könne, wenn das mit einem (R) versehene
[snip]
Post by Stefan Keller
Pall Corp. gegen P. J. Dahlhausen & Co
EuGH - C-238/89 - 13.12.90
http://oami.eu.int/de/mark/aspects/pdf/JJ890238.pdf
Das von dir zitierte Urteil betrifft eine andere Fallgruppe, da dort das
Proodukt tatsächlich im angelsächsischen Raum bereits vertrieben wurde
und sich nur die Frage nach dem Markenschutz in Deutschland stellte.

Ciao Henning
Miguel Sanchez
2004-06-23 08:19:38 UTC
Permalink
Post by Henning Schlottmann
Da bin ich mir nicht so sicher. Ein hinreichend hartnäckiger Anwalt der
Gegenseite könnte behaupten, dass die Verkehrsanschauung mit der
Verwendung eines (R) oder TM zumindest verbindet, dass das Produkt auf
dem US-Markt bereits eingeführt ist.
Das von dir zitierte Urteil betrifft eine andere Fallgruppe, da dort das
Proodukt tatsächlich im angelsächsischen Raum bereits vertrieben wurde
und sich nur die Frage nach dem Markenschutz in Deutschland stellte.
Hallo miteinander und recht herzlichen Dank für die rege Anteilnahme
an meiner Frage. Allerdings bin ich jetzt noch mehr verwirrt, nachdem
ich mir all eure Antworten durchgelesen habe :-)
Mir geht's eigentlich nicht darum, die Verbraucher irrezuführen, sondern
eher meine Seriosität zu betonen. Ich habe ein supertolles Logo ent-
worfen, und möchte dieses -wie bereits erwähnt- beim Deutschen
Patentamt mit meinem Firmennamen (Bild- und Schrift) schützen lassen.
Da dies aber ein etwas langwieriger Prozess ist, dauert es einige
Monate.

Diesen Markenschutz, den ich beim DPMA beantrage, kann ich ja schlecht
auf meine Verpackung niederlegen, daher dachte ich, dieses (R) wäre das
zutreffendste. Das Produkt wird zwar hauptsächlich in Deutschland
vertrieben,
aber auch in anderen EU-Ländern. Ich schätze durch das (R) würde dem
Verbrauche der Eindruck vermittelt, dass dies das Ursprungsprodukt ist
und sich um das "Originale" handelt. Somit fällt es ihm auch leichter,
Imitationen oder Fälschungen auseinanderzuhalten.

Das ist der Grund, warum ich an dieses (R) gedacht habe.

Leider weiss ich nun immer noch nicht, soll ich es aufdrucken oder
lieber sein
lassen?
Michael Kauffmann
2004-06-23 08:45:03 UTC
Permalink
Miguel Sanchez verlautbarte zum Themenkomplex
Ich schätze durch das (R) würde dem Verbrauche der Eindruck vermittelt, >
dass dies das Ursprungsprodukt ist und sich um das "Originale" handelt.
Warum denn das? Gerade wenn man Markenzeichen benutzt, die Anderen gehören,
kennzeichnet man sie gerne durch das (R).
Leider weiss ich nun immer noch nicht, soll ich es aufdrucken oder
lieber sein lassen?
Willst Du Dich lächerlich machen oder es sein lassen?

Michael Kauffmann
Ulrich Hoffmann
2004-06-23 09:56:49 UTC
Permalink
Post by Michael Kauffmann
Ich schätze durch das (R) würde dem Verbrauche der Eindruck vermittelt, >
dass dies das Ursprungsprodukt ist und sich um das "Originale" handelt.
Warum denn das? Gerade wenn man Markenzeichen benutzt, die Anderen gehören,
kennzeichnet man sie gerne durch das (R).
Leider weiss ich nun immer noch nicht, soll ich es aufdrucken oder
lieber sein lassen?
Willst Du Dich lächerlich machen oder es sein lassen?
Er möge sich anschaun, wie es andere machen - und dann
entscheiden. Rechtlich notwenig ist es nicht, wenn alles zu-
sammenpasst (Logo, Name), dann passt in der Regel auch
das (R). Ein albernes, selbstgestricktes Logo wirkt mit einem
(R) allerdings noch alberner, da stimme ich zu. (Und bei ei-
nem selbstgestrickten "supertollen Logo" (O-Ton) ist viel-
leicht doch zu befürchten, dass es nicht wirklich professio-
nell wirkt.)

UH
Gerlinde Seidel
2004-06-23 09:35:41 UTC
Permalink
"Miguel Sanchez" <***@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag news:***@uni-berlin.de...
[...]
Post by Miguel Sanchez
Hallo miteinander und recht herzlichen Dank für die rege Anteilnahme
an meiner Frage. Allerdings bin ich jetzt noch mehr verwirrt, nachdem
ich mir all eure Antworten durchgelesen habe :-)
Mir geht's eigentlich nicht darum, die Verbraucher irrezuführen, sondern
eher meine Seriosität zu betonen. Ich habe ein supertolles Logo ent-
worfen, und möchte dieses -wie bereits erwähnt- beim Deutschen
Patentamt mit meinem Firmennamen (Bild- und Schrift) schützen lassen.
Da dies aber ein etwas langwieriger Prozess ist, dauert es einige
Monate.
sobald Du es aber angemeldet hast, kannst Du es problemlos benutzen
im Sinne dessen, daß Dir das Zeichen kein anderer mehr wegschnappen kann.

Durchsetzen kannst Du es natürlich erst, wenn es eingetragen ist usw.
Aber Dir ging es ja nur darum, daß Du kein Risiko eingehen wolltest.
Daß jemand seine Marke/Kennzeichen (sei es angemeldet oder nicht)
verteidigen wird, ist eigentlich allgemein bekannt und braucht nicht
unbedingt betont zu werden. Wer Dir möglicherweise ins Gehege kommen
könnte, wird selbständig recherchieren und feststellen, daß Du
Dein Zeichen angemeldet hast.
Denn wer gewerblich tätig ist und nicht zur Vermeidung von
Kollisionen recherchiert, hat fahrlässig gehandelt.

Gruß,
Gerlinde
Miguel Sanchez
2004-06-23 15:36:22 UTC
Permalink
Post by Gerlinde Seidel
Aber Dir ging es ja nur darum, daß Du kein Risiko eingehen wolltest.
Daß jemand seine Marke/Kennzeichen (sei es angemeldet oder nicht)
verteidigen wird, ist eigentlich allgemein bekannt und braucht nicht
unbedingt betont zu werden.
Nicht ganz, dass ich das (R) eintragen werde später ist schon geplant.
Mir geht's einfach nur darum, dass ich nicht ZWEI verschiedene
Packungslayouts bedrucken lassen muss (aus Kostengründen!). Daher
würde ich jetzt schon gerne das (R) verwenden, um später -wenn die
Eintragung- erfolgt ist, nicht nochmal die gleiche Packung nur wegen
diesem (R) drucken zu lassen.

Und daher war meine Ursprungsfrage, ob es Probleme bereiten könnte,
wenn dieses (R) drinsteht oder nicht (in der Zeit jetzt bis zur
endgültigen
Eintragung beim DPMA).


Gruss,
Miguel

PS: Das Logo und der Text sehen wirklich gut aus, ist profesionell und
kostenaufwendig hergestellt worden, und mehrere Meinungen haben
mir das bestätigt ;)
Gerlinde Seidel
2004-06-23 16:24:45 UTC
Permalink
Post by Miguel Sanchez
Post by Gerlinde Seidel
Aber Dir ging es ja nur darum, daß Du kein Risiko eingehen wolltest.
[...]
Post by Miguel Sanchez
Und daher war meine Ursprungsfrage, ob es Probleme bereiten könnte,
wenn dieses (R) drinsteht oder nicht (in der Zeit jetzt bis zur
endgültigen
Eintragung beim DPMA).
sorry, ist mir entfallen. Dazu haben aber einige schon was gesagt,
nämlich daß es Probleme bereiten könnte. Ob es das dann tatsächlich
tut, hängt vor allem von Deinen Wettbewerbern ab.

Gruß,
Gerlinde
Joerg-Olaf Schaefers
2004-06-23 23:38:26 UTC
Permalink
Miguel Sanchez wrote:
...
Post by Miguel Sanchez
Und daher war meine Ursprungsfrage, ob es Probleme bereiten könnte,
wenn dieses (R) drinsteht oder nicht (in der Zeit jetzt bis zur
endgültigen Eintragung beim DPMA).
Das bleiben aber trotzdem zwei Dinge, die miteinander nicht viel zu tun
haben. Siehe dazu auch oben die Frage nach dem Sinn ein ein (R) anzu-
bringen und die Frage, ob du nicht vielleicht doch primär den angelsä-
chsischen Raum beackern willst.

MfG
Olaf
Joerg-Olaf Schaefers
2004-06-24 00:23:36 UTC
Permalink
Miguel Sanchez wrote:
...
Post by Miguel Sanchez
Und daher war meine Ursprungsfrage, ob es Probleme bereiten könnte,
wenn dieses (R) drinsteht oder nicht (in der Zeit jetzt bis zur
endgültigen Eintragung beim DPMA).
Das bleiben aber trotzdem zwei Dinge, die miteinander nicht viel zu tun
haben. Siehe dazu auch oben die Frage nach dem Sinn ein (R) anzubringen
und die damit verbundene Frage, ob du nicht vielleicht doch primär den
angelsächsischen Raum beackern willst.

MfG
Olaf

Ulrich Hoffmann
2004-06-22 07:19:50 UTC
Permalink
"Holger Pollmann" schrieb:

[... (R) (C) ...]
Post by Holger Pollmann
Ergo: du kannst nichts dranschreiben,w as dir Rechte
bringen würde, die du sonst nicht hättest.
Sie zeigen aber einem Dritten,
- dass Rechte beansprucht werden,
- dass diese wohl auch verteidigt werden,
- und an wen man sich ggf. wenden kann.

In der Regel ist die Angabe deswegen sinnvoll.

UH
Holger Pollmann
2004-06-22 15:53:29 UTC
Permalink
Post by Ulrich Hoffmann
[... (R) (C) ...]
Ergo: du kannst nichts dranschreiben, was dir Rechte bringen würde,
die du sonst nicht hättest.
Sie zeigen aber einem Dritten,
- dass Rechte beansprucht werden,
- dass diese wohl auch verteidigt werden,
Wer das bei Fehlen dieser Symbole annimmt, hat eh ein problem.
Post by Ulrich Hoffmann
- und an wen man sich ggf. wenden kann.
Das ergibt sich nicht aus dem (R) o.ä.
--
( ROT-13 if you want to email me directly: ***@ervzjrexre.qr )
"Sie tragen Trauer? Der Untergang der DDR?" - "Nein, Leni Riefenstahl.
Der Führer hat sie zu sich genommen." -- Abschiedsshow Scheibenwischer,
02.10.2003
Ulrich Hoffmann
2004-06-22 21:26:06 UTC
Permalink
Post by Holger Pollmann
Post by Ulrich Hoffmann
- und an wen man sich ggf. wenden kann.
Das ergibt sich nicht aus dem (R) o.ä.
Beim (C) wird der Rechteinhaber regelmäßig angegeben,
beim (R) ergibt er sich aus dem Verwender. (Wenn man
eine fremde Marke mit (R) kennzeichnet, sollte man auf
den Markeninhaber hinweisen, sonst kann eine Täuschung
vorliegen.) In beiden Fällen kann man also in der Regel auf
den Rechteinhaber schließen.

UH
Holger Pollmann
2004-06-22 22:45:29 UTC
Permalink
Post by Ulrich Hoffmann
Post by Holger Pollmann
Post by Ulrich Hoffmann
- und an wen man sich ggf. wenden kann.
Das ergibt sich nicht aus dem (R) o.ä.
Beim (C) wird der Rechteinhaber regelmäßig angegeben,
Ja, aber bei Markennamen ist das (C) Unsinn.
Post by Ulrich Hoffmann
beim (R) ergibt er sich aus dem Verwender.
Ja, aber da ergibt sich das auch ohne das (R). Es ist also superfluide.
--
( ROT-13 if you want to email me directly: ***@ervzjrexre.qr )
"Sie tragen Trauer? Der Untergang der DDR?" - "Nein, Leni Riefenstahl.
Der Führer hat sie zu sich genommen." -- Abschiedsshow Scheibenwischer,
02.10.2003
Ulrich Hoffmann
2004-06-22 23:06:01 UTC
Permalink
Post by Holger Pollmann
Post by Ulrich Hoffmann
Beim (C) wird der Rechteinhaber regelmäßig angegeben,
Ja, aber bei Markennamen ist das (C) Unsinn.
Lieber Holger, eine solche Anmerkung ist doch nun wirklich
überflüssig. Wer behauptet, dass das (C) bei Marken ange-
gegen werden sollte?


UH
Holger Pollmann
2004-06-23 15:48:59 UTC
Permalink
Post by Ulrich Hoffmann
Post by Holger Pollmann
Post by Ulrich Hoffmann
Beim (C) wird der Rechteinhaber regelmäßig angegeben,
Ja, aber bei Markennamen ist das (C) Unsinn.
Lieber Holger, eine solche Anmerkung ist doch nun wirklich
überflüssig. Wer behauptet, dass das (C) bei Marken ange-
gegen werden sollte?
Der OP hatte darüber nachgedacht.
--
( ROT-13 if you want to email me directly: ***@ervzjrexre.qr )
"Sie tragen Trauer? Der Untergang der DDR?" - "Nein, Leni Riefenstahl.
Der Führer hat sie zu sich genommen." -- Abschiedsshow Scheibenwischer,
02.10.2003
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